Strategisch Lohnarbeiten: Wie wir in eine klassenkämpferische Offensive kommen

Die Sektion Arbeit von Perspektive Selbstverwaltung lädt ein zum Podiumsgespräch zum Thema „Strategisch Lohnarbeiten“.

Die radikale Linke spricht wieder mehr über Klassenkampf – aber es fehlt an konkreten Handlungsperspektiven. Während fast alle von uns früher oder später einer Lohnarbeit nachgehen müssen, verorten die meisten ihre politische Praxis in der Freizeit. Doch unser Alltag ist politisch – und wenn wir in eine handlungsfähige Position im Ausbeutungskontext kommen wollen, müssen wir es wagen, die individualisierte Wahl des Arbeitsplatzes kollektiv und strategisch anzugehen.

Die Angry Workers verfolgen schon lange den Ansatz des strategischen Lohnarbeitens. Im Podiums- und Publikumsgespräch wollen wir mit ihnen darüber reden, welche Rolle Lohnarbeit in unserem Leben spielt, welche Erfahrungen mit strategischem Lohnarbeiten es schon gibt und ob dies ein Weg in eine klassenkämpferische Offensive sein kann.

Wann? Freitag 19.4. | 19:00
Wo? Mahalle | Waldemarstraße 110 | 10999 Berlin

Solidarität mit der Waldbesetzung in Grünheide

Wir solidarisieren uns mit der Besetzung eines Waldstücks nahe des Produktionswerks des Autoherstellers Tesla in Grünheide. Die Aktivist:innen wollen die Erweiterung der sogenannten „Giga-Factory“ verhindern. Vor einer Woche hat Grünheide den weiteren Ausbau der Tesla-Fabrik in einer Bürger:innenabstimmung mit einem klaren Nein abgelehnt. Schon vor dem Baubeginn des ersten Fabrikabschnitts gab es eine große Ablehnung gegenüber der Produktionsstätte, doch das Projekt wurde durch Eilverfahren und Sondergenehmigungen gegen den Einspruch von großen Teilen der Bevölkerung durchgesetzt. Auch das Ignorieren des Volksentscheids „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ bestätigen uns darin zu sagen: Auf das Ergebnis einer Bürger:innenabstimmung können wir uns nicht verlassen! Durch Selbstorganisation und direkter Aktionen, wie einer solchen Besetzung, können wir der Ausbeutung von Mensch und Natur kämpferisch entgegentreten!

Jetzt schon hat die Tesla-Fabrik einen hohen Wasserverbrauch, liegt dabei in einer der trockensten Gegenden Deutschlands und übt einen großen Druck auf die Wasserversorgung in der Region aus. Dass durch den Bau auf einem Trinkwasserschutzgebiet, die Wasserversorgung von Menschen in der Region jetzt noch weiter gefährdet wird, ist absurd! In Grünheide wird bereits seit 2022 das Trinkwasser rationiert. Ausreichendes und sauberes Wasser ist ein menschlicher Grundbedürfnis, das wegen der Klimakatastrophe und dadurch auftretender Dürreperioden immer wichtiger wird. „Solidarität mit der Waldbesetzung in Grünheide“ weiterlesen

Ein Dorf am Tagebau und ein Anarchismus in jeder Subkultur

von Projektgarten AAA (Pödelwitz) & Perspektive Selbstverwaltung (Berlin)

3.1.2022 mit Küfa ab 20 Uhr
Braunschweiger Str. 53/55, Berlin

Geschichten, Erfahrungsaustausch und Diskussion über den Kampf für Selbstverwaltung in und mit der Gesellschaft. In Pödelwitz (im Leipziger Braunkohlerevier) kämpfen Menschen seit über 10 Jahren um das Dorf vor der Braunkohle-Baggerkante zu retten. Der Protest verbindet Dorfbewohner*_innen,* Aktivist_innen und eine Pfarrerin. Es hat sich gelohnt! Pödelwitz bleibt! Und jetzt ist die Frage, wie wird zusammen ein neues Dorf aufgebaut? In Berlin fragt sich eine anarchistische Organisation im Aufbau: wie überwindende wir Grenzen der Subkultur in unserer politischen Arbeit? Wie kann unsere Arbeit gesellschaftlich sein? Und was ist überhaupt diese Gesellschaft? „Ein Dorf am Tagebau und ein Anarchismus in jeder Subkultur“ weiterlesen