Am 1. Mai hielt ein Mitglied von Perspektive Selbstverwaltung als Teilnehmer der Antimillitaristischen Gesundheitsarbeitenden eine Rede:
Hallo wir sind eine Gruppe von Gesundheitsarbeitenden die sich gegen Militarisierung erheben wollen und freuen uns heute hier mit euch auf die Straße zu gehen und zu sagen: wir werden bei dieser aktuellen Kriegstreiberei nicht mitmachen!
Denn die Militarisierung der europäischen Gesellschaft macht auch vor, oder grade erst recht vor dem Gesundheitssystem keinen Halt.
Der vom Senat, der Bundeswehr und 12 Berliner Krankenhäusern ausgearbeitete „Rahmenplan für die zivile Verteidigung im Bereich der Berliner Krankenhäuser 1.0“ liest sich wie eine Dystopie: Versteckt hinter Begriffen wie Sicherheit, Katastrophenschutz und Solidarität, wird dort von der Notwendigkeit geschrieben, leicht verletzten Soldatinnen vor schwerverletzten Zivilist:innen den Vorrang bei medizinischen Behandlungen zu geben.
Es wird bereits durchgegangen ab wann es nötig wird Krankenhäuser unter militärische Führung zu stellen und einen Zwang zum Dienst für Gesundheitsarbeitende wird diskutiert . Wir sagen klipp und klar: Wir werden dabei nicht helfen! Wir wollen nicht dass Menschen zurück an die Front geschickt werden und wir wollen nicht Teil davon sein Kriegshandlungen zu verlängern!
Für die Durchsetzung dieser Pläne zur Militarisierung wird mit dem Zusammenhalt von Gemeinschaft, notwendiger Aufopferungsbereitschaft und dem Schutz der Demokratie argumentiert.
Aber als Gesundheitsarbeitende wissen wir schon lange: dieses System, dass sich jetzt auf solche Werte beruft hält Menschen in Armut, in Krankheit und greift täglich unsere Netzwerke der Solidarität und Liebe zueinander massiv an! Und wer redet eigentlich mit uns? Denen, die im Gesundheitssystem Alles am laufen halten?
Alle die im Gesundheitswesen arbeiten und das grade hören, spüren vermutlich regelmäßig selber, dass unser derzeitiges System, nie dazu da war um unsere Gesundheit effizient zu erhalten oder für uns Alle die im Gesundheitswesen arbeiten und das grade hören, spüren vermutlich regelmäßig selber, dass unser derzeitiges System, nie dazu da war um unsere Gesundheit effizient zu erhalten oder für uns zu sorgen.
Ja vieles läuft grade wirklich schlecht, aber was ist die alternative? Wir haben da ein paar Ideen:
Stellt euch vor, wir würden nicht mehr für die Profite einiger weniger arbeiten sondern für die Gesundheit der Patient*innen;
Stellt euch vor,jede Form von Carearbeit wird wertgeschätzt und als gleichwertige Arbeit anerkannt;
Stellt euch vor niemand wird mehr abgewertet, nicht ernst genommen oder ausgegrenzt nur weil sie nicht weis, nicht cis, deutsch oder vermeintlich gesund genug ist…
Das waren ein paar Beispiel dafür, wie wir uns eine andere, klassenlose Gesellschaft mit einem solidarischen Gesundheitssystem vorstellen.
Das waren ein paar Beispiel dafür, wie wir uns eine andere, klassenlose Gesellschaft mit einem solidarischen Gesundheitssystem vorstellen.
Wir halten den Laden am laufen also können wir ihn auch ändern!Wenn Patient:innen und Beschäftigte im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, wenn die Krankenhäuser von denen verwaltet werden, die in ihnen arbeiten, dann kann wieder Fürsorge und Frieden im Zentrum unserer Arbeit und Gesellschaft stehen!
Keiner braucht die Bundeswehr, Gesundheit dafür umso mehr!
Sieh für mehr Info auch: https://lowerclassmag.com/2026/02/09/halbgoetter-in-camouflage/