Die Sektion Internationalismus stellt sich vor

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Warum Internationalismus und was verstehen wir darunter?

Zu einem internationalistischen Verständnis gehört für uns die Überzeugung, dass der globale Kapitalismus nur durch weltweite Revolutionen überwunden werden kann. Unsere Rolle in Deutschland begreifen wir dabei in erster Linie als eine lernende und unterstützende, gerade in heutigen Zeiten, wo wir das Potential für grundlegende Veränderung in postkolonialen Regionen wesentlich höher einschätzen als in westlichen. Dazu gehört, die Rolle des deutschen Staates, deutscher Unternehmen und westlicher Staatenbündnisse in internationalen Konklikten aufzudecken und angreifbar zu machen.

Wenn wir globale Unterdrückungsstrukturen bekämpfen wollen gehört dazu, ihre Ursprünge zu verstehen. Genauso wie die koloniale Ausbeutung durch europäische Staaten überhaupt erst die Grundlage für das kapitalistische System, wie es heute ist, legte, kann es auch nur durch die Aufrechterhaltung von Rassismus weiterbestehen.

Wenn wir also internationale Perspektiven als Perspektiven der tatsächlichen Utopie begreifen, ist damit untrennbar der Kampf gegen Rassismus als System, gegen Imperialismus und (nationalstaatliche) Grenzen sowie für Dekolonialisierung, Gleiche Rechte für Alle und Bewegungsfreiheit verbunden.

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Veranstaltung 25.04: Mit der Urne zur Enteignung?

Anarchistische Perspektive auf den Wohnungsmarkt

 

Dass sich auf dem Wohnungsmarkt etwas verändern muss, ist mittlerweile allen bewusst. In den letzten Jahren hat sich deshalb auch eine starke Mieter*innenbewegung gebildet. Dort wird die Forderung laut, dass Wohnraum keine Ware sein darf. Es soll nach Bedarf anstelle von Profit verteilt werden. Als Anarchist*innen die in der Miter*innenbewegung aktiv sind, stehen wir hinter diesen Forderungen. Aber was bedeutet das genau? Wie würde Wohnraum in einer anarchistischen Utopie verwaltet werden? Und noch spannender: Was sind konkrete Schritte um aus der jetzigen Gesellschaft dort hin zu kommen? „Veranstaltung 25.04: Mit der Urne zur Enteignung?“ weiterlesen

Madani Resistance Committees: Vorschlag für eine politische Erklärung

Wir haben an der Übersetzung des folgenden Textes gearbeitet, um ihn einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Wir freuen uns auf die Reaktionen und die mögliche Diskussion, die dieser Text auslösen wird.

Kurze Einführung zur Übersetzung (von Perspektive Selbstverwaltung)

Logo der Maidani Resistance Committees aus Sudan.

Der folgende Text ist eine gekürzte und teilweise vereinfachte Zusammenfassung des Textes „Vorschlag für eine politische Erklärung“ der Madani Resistance Committees. Der vollständige ursprünglich arabische Text ist hier zu finden.

Die Widerstandskomitees von Wad Madani (Hauptstadt des Bundesstaates El Gezira im Sudan) haben am 15. Januar 2022 eine erste Fassung ihres Vorschlags für eine politische Erklärung veröffentlicht und zur Diskussion gestellt. Diese politische Erklärung soll den Prozess der Konsensbildung über eine einheitliche politische Vision der Widerstandskomitees im Sudan weiterführen.[1]https://resistancecommittee.com/en/political-declaration-press-conference-madani-resistance-committees „Madani Resistance Committees: Vorschlag für eine politische Erklärung“ weiterlesen

Fußnoten u. Quellen

Fußnoten u. Quellen
1 https://resistancecommittee.com/en/political-declaration-press-conference-madani-resistance-committees

Flyer gegen Krieg und Aufrüstung

Wegen des Krieges in der Ukraine und der Entscheidung der deutschen Bundesregierung, 100 Milliarden Euro in die Kriegsmaschinerie zu investieren, haben wir einen Flyer geschrieben, den wir in den kommenden Wochen an öffentlichen Plätzen verteilen werden. Damit wollen wir eine klassenkämpferische, antimilitaristische und revolutionäre Perspektive auf die Ereignisse zugänglicher machen. Wie können wir das Geschehen einordnen und wie sollen wir uns dazu verhalten?

Willst du uns beim Verteilen unterstützen? Melde dich gerne bei uns!

Der Flyer ist hier als PDF-Datei herunterzuladen auf Deutsch und Englisch und unten als Text zu lesen:

„Flyer gegen Krieg und Aufrüstung“ weiterlesen

Einladung in die Wohnfront

Liebe Nachbar*innen, liebe Gefährt*innen, liebe Aktive in der Berliner Mieter*innenbewegung,

Fragt man Aktivist*innen aus anderen europäischen Großstädten, stellt die Berliner Mieter*innenbewegung für viele ein Vorbild da. Gleichzeitig haben wir hier die stärksten Mieterhöhungen Europas erlebt. Deshalb ist Berlin auch eine der ganz wenigen Städte Europas, wo überhaupt eine Mehrheit für Enteignungen denkbar war.

Trotzdem war das letzte Jahr realpolitisch frustrierend. Uns als Anarchist*innen fehlt eine eigene langfristige Strategie und konkrete Perspektive, wo wir hin wollen – jenseits von Parlamentarismus und Szenepolitik. Denn gerade sind wir überall aktiv, aber doch vereinzelt. „Einladung in die Wohnfront“ weiterlesen